Unser Herz - ein Wunderwerk der Technik. Es pumpt selbst in der Ruhephase ca. 100.000 Mal am Tag unermüdlich. Ob ein Mensch arbeitet oder schläft, das Herz passt sich jeder Situation im Leben an. Es versorgt den ganzen Körper mit Blut. Dieses wird vom Herz in die Arterien gepresst – entweder zur Lunge oder zu allen übrigen Bereichen des Körpers. Die Arterien verzweigen sich immer wieder und wieder. Sie werden zu winzigsten Blutgefäßen. Man nennt sie Kapillaren. Über diese Kapillaren wird das gesamte Gewebe mit Nährstoffe und Sauerstoff versorgt. Ebenfalls werden auf dem Weg durch die Kapillaren entstehende Schlackenstoffe und Kohlendioxid (die beim Zellstoffwechsel anfallen) über das Blut abtransportiert. Die Länge aller Blutgefäße beträgt etwa unglaubliche 100.000 km. Das Blut zirkuliert in zwei getrennten Kreisläufen:
- Lungenkreislauf
- Körperkreislauf
Das venöse, verbrauchte Blut wird im Lungenkreislauf vom Herz zur Lunge gepumpt, es gibt dort Kohlendioxid ab und nimmt Sauerstoff auf. Dann wird es wieder zum Herz zurückgepumpt und über den großen Kreislauf auf den ganzen Körper verteilt.
Es gibt viele Risikofaktoren die bekannt sind und durch die sich Herz- und Kreislauferkrankungen entwickeln können. Bluthochdruck, zu viel Fett im Blut, Rauchen, Diabetes, Übergewicht und z. B. Bewegungsmangel sind zum Beispiel solche Auslöser für Erkrankungen unseres Herz- Kreislaufsystems. Je mehr Risikofaktoren zusammenkommen, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit für eine Herz-/ Kreislauferkrankung. In den europäischen Ländern stirbt in etwa jeder zweite Mensch an einer Herz-/ Kreislauferkrankung.
Herz-/ Kreislauferkrankungen sind z. B.:
- Hypertonie (Bluthochdruck)
Mit zunehmenden Alter vergrößert sich das Risiko, dass unser Blutdruck ansteigt. Ab dem 35. Lebensjahr ist etwa jeder zehnte von Bluthochdruck betroffen. Ab dem 65. Lebensjahr etwa jeder vierte. Es gibt viele Faktoren die einen Bluthochdruck begünstigen.
Studien haben ergeben das Übergewichtige fast doppelt so häufig unter einem Bluthochdruck leiden wie Normalgewichtige. Zuviel Salz, Alkohol, Bewegungsmangel, Vererbung, Stress begünstigen, bzw. verursachen Bluthochdruck.
Der hohe Blutdruck hat eine enorme Tücke - er verursacht keine Beschwerden beim Patienten, so dass viele Patienten dieses hohe Risiko für Herz-/ Kreislaufsystem unterschätzen. Im Gegenteil man fühlt sich manchmal unter einem leicht erhöhten Blutdruck noch wohler. Die Folge ist das erhöhter Blutdruck nur meist bei einer Routineuntersuchung beim Arzt durch Zufall festgestellt wird.
Beschwerden treten erst dann auf wenn der Blutdruck extrem erhöht ist. Die Beschwerden die der Patient verspürt sind Kopfschmerzen, Unwohlsein und Herzklopfen.
Um Folgeschäden zu vermeiden, sollte ein erhöhter Blutdruck möglichst früh behandelt werden. Ein über längere Zeit erhöhter Blutdruck steigert das Risiko für einen Gehirnschlag, Herzerkrankungen, Nierenleiden, Augenschäden und Gefäßschäden. Die Lebenserwartung sinkt. Vor allem dann, wenn noch andere belastende Faktoren, wie zuvor beschrieben hinzukommen.
- Hypotonie (Blutniederdruck)
In Deutschland leiden etwa 2,5 Millionen Bürger unter Hypotonie. Niederer Blutdruck ist zwar unangenehm aber er stellt in vielen Fällen keine Gefahr für den Patienten dar. Störungen kommen durch eine schlechte Verteilung des Blutes im Körper zustande. Beim niederen Blutdruck sackt ein Großteil des Blutes in die Venen der Beine ab, wobei kurzfristig zu wenig Blut zum Herzen zurückläuft, was zu den häufigsten Beschwerden, wie z. B. Schwindel, Kollapsneigung, z. B. morgens nach dem Aufstehen, Herzrasen oder Herzstolpern führen kann. Allgemeine Hinweise auf einen zu niedrigen Blutdruck können sein Schweißausbrüche, Kältegefühl, Wetterfühligkeit, morgendliche Antriebsschwäche, eingeschränkte Leistungsfähigkeit, Sehstörung, Konzentrationsschwäche sowie Neigung zu Schwindel. Hypotonie bei Kindern kann zu Appetitlosigkeit beim Frühstück, zu Bauch- oder Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche und Mündigkeit führen.
- Koronare Herzkrankheit (KHK)
Unter KHK versteht man die Blutleere von Muskelgewebe aufgrund unzureichender Blutzufuhr. Dieser Begriff umfasst diverse Erkrankungen des Herzens, die alle auf eine Verengung der Herzkranzgefäße zurückzuführen sind. Die häufigsten Krankheiten dieser Art sind:
Arteriosklerose und meist als deren Folge: - Durchblutungsstörungen in den Gliedmaßen - Nierenversagen - Angina Pectoris - Herzinfarkt und Folgeerkrankungen wie - Herzschwäche - Schlaganfall Bei der Arteriosklerose verkalken die Gefäße. Arteriosklerose ist zum einen eine ganz natürlicher Altersvorgang des Menschen der zunächst keine Beschwerden verursacht. Kritisch wird es dann wenn sich die Arteriosklerose in den Folgeerkrankungen bemerkbar macht.
Durchblutungsstörungen, Nierenversagen, Angina Pectoris, Herzinfarkt und Schlaganfall sind mögliche Folgen der Arteriosklerose. Das Erkrankungsrisiko steigt bei Personen mit zuviel Cholesterin, bei Rauchern, bei Bewegungsmangel, bei Personen mit Bluthochdruck, Gichterkrankten und Diabetiker.
Was sind die Ursachen für eine entstehende Arteriosklerose? Gesunde Arterien sind elastisch und muskulös. Sie passen sich den unterschiedlichsten Drucksituationen an, sie dehnen sich und sie ziehen sich zusammen. Ist der Blutdruck zu hoch oder ist zu viel Cholesterin im Blut, können sich an den geschädigten Arterienwänden Fettstoffe absetzten. Sie lagern sich dort ab und vergrößern sich. Es bilden sich Atherome. Aber nicht nur Cholesterin, sondern auch weiter Stoffe sammeln sich an diesen Stellen an. Es kommt zur Verhärtung und zur Verengung der Arterien, was den Blutfluss hemmt, bzw. verhindert. Dieser Prozess entwickelt sich immer weiter, bis der Körper eines Tages nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt wird. Durchblutungsstörungen verursachen eine Vielzahl von Beschwerden. Man unterscheidet verschiedene Schweregrade.Schmerzen, die bei körperlicher Belastung auftreten. Man ist in der Lage nur kurze Strecken zu gehen. Der Patient der an einer sogenannten Schaufensterkrankheit leidet ist in der Lage nur wenige Minuten zu gehen, dann werden die Schmerzen so stark, daß er eine Pause einlegen muss. Nach einigen Minuten treten die Schmerzen dann erneut auf. Ein stärkeres Stadium für Durchblutungsstörungen in den Beinen ist gegeben, wenn sich die Schmerzen beim Anheben der Beine verstärken. Das Endstadium einer Durchblutungsstörung verursacht Schäden in der Haut, im Muskelgewebe welches dann in der Folge abstirbt. In vielen Fällen muss amputiert werden (Raucherbein).
Die Magnetfeldtherapie stellt bei sämtlichen Herz-/ Kreislauferkrankungen, bis auf wenige Ausnahmen, heutzutage eine ideale Ergänzung zur Schulmedizin dar. In vielen Fällen dieser Indikationsformen werden z. B. blutverdünnende und gefäßerweiternde Pharmazeutika verabreicht um die Durchblutung in ausreichendem Maße zu gewährleisten. Dies ist elementar wichtig, um Thrombosen, Ablagerungen, Arterien- und Gefäßverschlüsse zu vermeiden. Studie: Use of a low-frequenzy magnetic field in the combinated treatment of middle-aged and elderly patients with ischemic heart disease and osteochondrosis of the cevico-thoratic spine Autor: Sorokina, Podvigina, Selischev Krylova publiziert im Jahr 1989 in: Vopr-Kurortol-Fizioter-Lech-Fiz-Kult (Rußland), (2), 18-22
Wie auch beim Menschen kann die Magnetfeldtherapie auch bei Pferden eingesetzt werden
Die Studie untersucht den Effekt der Magnetfeldtherapie auf seine senile und präsenile Patienten mit KHK. Sie zeigt unter der Behandlung mit Magnetfeldtherapie eine Verbesserung der Selbstregulation der Herztätigkeit und eine Verminderung ischämischer Schmerzen, des weiteren eine Verbesserung im Ansprechen auf die Behandlung von Arhythmie bei Patienten mit Extrasystolen, eine Kompensation des negativen inotropen Effekts von Propanolhydrochlorid und eine Verbesserung der Ausdauerleistung. Auf den Punkt gebracht bedeutet dies; durch den gesteigerten Sauerstoffpartialdruck verbessert sich die Viskosität des Blutes. Der Grund hierfür ist darin sehen, dass das eigentlich mit Sauerstoff gesättigte Hämoglobin (roter Blutfarbstoff der Erythrozyten) unter Anlegen eines Pulsierenden Magnetfeldes „genötigt“ wird, mehr Sauerstoff an die Kapillaren abzugeben. Hämoglobin nimmt in der Lunge Sauerstoff auf. Das Hämoglobin wir zu ca. 97 % mit Sauerstoff beladen. Im Normalfall werden nur ca. 24 % des sauerstoffbeladenen Hämoglobins an die Kapillaren abgegeben. Durch den H+ Hopping Effekt, werden nun die Wasserstoffionen in ein pulsierendes Magnetfeld hineingezogen. An der Gefäßwand kommt es zu einer leichten Azidose. Dies führt zum Absinken des pH-Wertes von 7,4 auf 7,2. Durch diese pH-Wertverschiebung wird nun das Hämoglobinmolekühl gezwungen mehr Sauerstoff abzugeben. Es konnten in Studien nachgewiesen werden, dass bei Anlegen eines Pulsierenden Magnetfeldes, bereits nach ca. 30 Minuten eine Erhöhung des Sauerstoffpartialdruck der Probanden um durchschnittlich fast 40 % festgestellt werden konnte. Es kann also auf dem Weg durch die Kapillaren viel mehr Sauerstoff durch die Kapillarwände befördert werden. Durch das sehr gute Angebot an Sauerstoff wird der Stoffwechsel der Zellen so stark angeregt, dass neue Kapillaren geöffnet werden müssen und ganz neue Kapillarnetze gebildet werden. Der Sauerstoff wird von Erythrozyten unter Einfluss des Pulsierenden Magnetfeldes an das Gewebe abgegeben. Unter Einsatz der Pulsierenden Magnetfeldtherapie wird also eine gesteigerte Sauerstoffsättigung des Blutes und eine erhöhte Bereitschaft zu Abgabe des Sauerstoffs von den Erythrozyten an das Gewebe erreicht. Dies kann nicht nur beim Menschen sondern auch bei Pferden angewandt werden. Durch den Einsatz eines Pulsierenden Magnetfeldes wird die Calcium-Kaskade angeregt. Es werden Wasserstoff-Ionen in Bewegung gebracht. Sie sammeln sich an der Zellwand an, es kommt zu einer lokalen Azidose (Übersäuerung). In den Eiweißschichten der Zellmembran sind Calcium-Ionen eingelagert. Durch die Übersäuerung kommt es zu einer Aufspaltung der Proteine (Eiweiße). Die Calcium-Ionen werden nun freigegeben und können so in die interzelluläre Flüssigkeit einwandern und in der Folge in die Zelle selbst gelangen. Dadurch werden Stoffwechselprozesse beschleunigt. Unter anderem wird NO-Gas (Stickstoffmonoxyd) produziert, das in das Blut und das umliegende Gewebe abwandert. Durch Stickstoffmonoxyd werden die Gefäße erweitert. Dies ist Garant für eine bessere Durchblutung, weil das Blut durch die erweiterten Gefäße besser zirkulieren kann. Ein angenehmer Nebeneffekt - das Herz wird dadurch entlastet. Venenerkrankungen / Krampfadern / Thrombosengefahr Eine Venenerkrankung hat viele Ursachen. Bei manchen Patienten kann die Ursache eine ererbte Bindegewebs-schwäche sein. Bei Bewegungsmangel und damit zu seltener und zu wenig intensiver Betätigung der Muskel-Venen-Pumpe wird das Blut nicht mehr ausreichend zurücktransportiert. Es kommt zu Stauungen, die zu einer solchen Überdehnung der geschwächten Venenwände führen, dass die Venenklappen sich nicht mehr schließen können. Aber unabhängig von einer angeborenen oder ererbten Bindegewebsschwäche kann eine Thrombose direkt Ursache der Venenerkrankungen sein. Thrombosen sind Blutgerinnsel, die sich an der Venenwand bilden und die Vene verschließen können. Meist löst sich das Blutgerinnsel nach einiger Zeit wieder auf. Die Bildung und selbständige Auflösung einer Thrombose wird von Patienten meist gar nicht bemerkt. Die Thrombose hinterlässt aber Veränderungen in der Venenwand und beschädigt Venenklappen. Das sind dann wesentliche Behinderungen für den Rückstrom des Blutes. Die Folgen einer Thrombose zeigen sich oftmals erst sehr viel später. Beide Ursachen, Bindegewebsschwäche oder eine meist unbemerkte Thrombose, führen zu gleichen Krankheitsbildern und sind später schwer voneinander zu unterscheiden. Die ersten Anzeichen der Venen-erkrankung sind oft Spannungs- und Schweregefühle in den Beinen, Schmerzen und nächtliche Wadenkrämpfe. Erst später werden die Blutstauungen durch Schwellungen an den Beinen sichtbar. Anhaltende Stauungen begünstigen die Entstehung von Thrombosen. Damit werden weiter Venenwände und Klappen beschädigt, der Blutrückfluss immer mehr gestört. Die Stauungen verhindern die Entsorgung der Schlackenstoffen, die im Gewebe abgebaut werden, das Gewebe verschlackt, es bilden sich Ekzeme und schließlich Beingeschwüre. Die häufigste Form dieser Beingeschwüre sind die Krampfadern. Krampfadern nennt man Erkrankungen der oberflächlichen Venen, die direkt unter der Haut verlaufen. Die Bezeichnung Krampfadern ist eigentlich irreführend. Der Begriff hat nichts mit Wadenkrämpfen zu tun, sondern stammt aus dem mittelhochdeutschen „Krumpadern“, d. h. krumme, geschlängelte Adern. Krampfadern, medizinisch Varizen genannt, sind manchmal eine harmlose Erkrankung, die nicht unbedingt Beschwerden verursachen muss. Häufig jedoch sind Krampfadern Folgen einer Thrombose in den tiefen Venen. Bei Verschluss einer tiefen Vene wird das Blut über das oberflächliche Venensystem umgeleitet. Auf diese zusätzliche Blutfülle sind die Venenwände jedoch nicht eingerichtet. Die Venenwände werden überdehnt: Auch so entsteht eine Krampfader. Wie beschrieben sind also fast alle Venenerkrankungen auf eine Vererbung, also eine Schwäche des Bindegewebes, Störung der Venenklappen oder/und eine unzureichende Durchblutung zurückzuführen. Außerdem neigen eher Personen, die unter Bewegungsmangel leiden, zu Venenerkrankungen. In Bezug auf die Störung der Venenklappen und des Bindegewebes kann die Magnetfeldtherapie nur unterstützend eingesetzt werden. Bei Durchblutungsstörungen oder Thrombosen, die beide u. a. ursächlich für eine Erkrankung der Venen zu sehen sind, kann die Pulsierende Magnetfeldtherapie entscheidende Dienste leisten. Durch den im letzten Abschnitt über Herz-/Kreislauferkrankungen erwähnten positiven Durchblutungseffekt, der dort ausführlich beschrieben ist, wird das Blut mit Sauerstoff angereichert und somit dünnflüssiger. Dies bedeutet, dass es nahezu unmöglich ist, dass Stauungen entstehen. Somit wird Venenerkrankungen und Thrombosen durch den Einsatz der Pulsierenden Magnetfeldtherapie unterstützend vorgebeugt. |